Studentenwohnheim 'Am Grimberg' Bochum
Führung durch den Botanischen Garten Teil II
Nach der tollen und exklusiven Führung für uns Grimberger mit Herrn Dr. Armin Jagel durchs Tropenhaus und dem abschließenden Abstecher zu den fleischfressenden Pflanzen des Botanischen Garten der RUB (siehe Bericht und Fotos), geht es heute weiter.
Wie ihr hoffentlich wisst, besitzt die Uni einen wirklich wunderschönen Botanischen Garten, der das ganze Jahr über einlädt, den "grauen" Uni-Alltag zu vergessen und die Schönheit der Natur zu geniessen.
Und keine Angst, um die Pracht von hunderten verschiedenen Pflanzen der ganzen Welt in allen Farben, Düften und Formen geniessen zu können, braucht man kein Fachmann zu sein, sondern nur seine Augen, Nase und Seele zu öffnen.
Treffpunkt ist für dich zusammen mit deinem Radel pünktlich um 17.45 Uhr der Innenhof des C-Haus. Ansonsten sei bitte um 18 Uhr vor dem Nordeingang des BoGa (hinter dem letzten N-Gebäude).
Hier gibt's einen kleinen Einblick, was der Garten alles bietet:
In den Gewächshäusern stehen die Pflanzen des Mittelmeerraumes, der Kanarischen Inseln sowie wasserspeichernde Pflanzen (Sukkulenten) der Trockengebiete Afrikas und Amerikas. Aus den subtropischen Bergregionen sind viele Blütenpflanzen, Farne und Palmfarne (Cycadeen) zu sehen.
Das Tropenhaus wird uns einen Einblick in die Fülle des tropischen Wachstums vermitteln. Hier wachsen Bäume und Kräuter der tropischen Regenwälder, Vertreter der Mangroven sowie Sumpf- und Wasserpflanzen. Und mit einigen zoologischen Arttraktionen (Nektarvögel, Tarracos und Tukane) bekommt man einen richtigen Eindruck des natürlichen "Dschungels".
Ein Bild des Gegensatzes zum tropischen Regenwald zeigt das Wüstenhaus, wo Pflanzen der subtropischen Zonen ausgestellt sind. Das Haus ist in drei Regionen aufgeteilt (Südamerika, Südafrika, Madagaskar).
Im Savannenhaus werden schwerpunktmäßig Hartlaubgebüsche Australiens und Südafrikas gezeigt.
Der Aussenbereich des BoGa ist thematisch unterteilt:
Die Abteilung für Morphologie (Gestalt der Pflanzen) bietet einen vergleichenden und informativen Einblick in Bau- und Lebensformen der Pflanzen. Dazu gehören die Morphologie der Vegetationsorgane wie Blattformen, Wurzeltypen und Verzweigungsarten, aber auch die verschiedenen Möglichkeiten der Fortpflanzung und Erhaltung der Art.
In der Abteilung Nutzpflanzen sind eine Reihe Pflanzen zusammengestellt, die entweder als Pflanzen für die Ernährung von Mensch und Tier oder als technische Nutzpflanzen bedeutend sind. Hier sind Pflanzen zu finden, die durch hohen Gehalt an Stärke, Eiweiß und Zucker für die Ernährung besonders wichtig sind sowie Gerber- und Färberpflanzen, Fasern und Öl liefernde Pflanzen. Auch verschiedene Gewürzkräuter, die auch bei uns kultiviert werden, sind angepflanzt.
Das Alpinum bietet eine Zusammenstellung von Pflanzen der Felsfluren und alpinen Matten. Hier werden Pflanzen gezeigt, die durch ihre Wuchsform dem Leben im Gebirge besonders angepasst sind. Im Frühjahr zeigt das Alpinum seine volle Schönheit, wenn neben vielen Primel-Arten auch Enzian, Edelweiß, Krokus und Alpenrosen blühen.
Die Geobotanische Abteilung versucht, vergleichbare Vegetationsbilder und Biotope aus Europa, Asien und Amerika zu schaffen. Pflanzenformationen wie z. B. Wälder, Wiesen, Heiden, Moore und Steppen bilden die Grundbausteine der Vegetation und helfen, sowohl die Beziehungen der Pflanzen untereinander als auch zu ihrer Umwelt zu erkennen.
Ein absoluter Höhepunkt ist aber sicherlich "Qian Yuan" -
der chinesische Garten, der durch seine Architektur und Natur vollkommen zum Träumen einlädt.
Wir werden von diesem großem Angebot in der Kürze der Zeit sicherlich nicht alles sehen können, aber doch einen wunderschönen Nachmittag erleben und so hoffentlich Lust auf den nächsten Besuch bekommen!


